Letzte Woche fand im Rahmen des Zurich Film Festivals die Premiere des Films “Lila, Lila” statt.
In dem Film von Regisseur Alain Gsponer (der bereits mit “Das wahre Leben” reihenweise Preise abräumte) spielt Daniel Brühl einen Kellner, der versehentlich ein zufällig gefundenes Buchmanuskript als eigenes Werk ausgibt, um die Frau seiner Träume (Hannah Herzsprung) zu beein-drucken.
Dieser Fehler entwickelt sich schnell vom Schneeball zu einer Lawine, die den jungen Mann aus seinem eher öden Leben reisst und in einen Strudel bizarrer und komischer Situationen katapultiert, als der unbedarfte Looser über Nacht zum Nachwuchs-Star avanciert.
Der Film bewegt sich zwischen Liebeskomödie mit Screwball-Elementen und liebevoll-spöttischer Kritik an der Literaturszene.
“Lila, Lila” basiert auf dem gleichnamigen Bestseller des Schweizers Martin Suter.
Alain Gsponer wurde auf dem roten Teppich von seiner langjährigen Freundin Nadia begleitet.
Tja. Und Nadia hatte mich im Vorfeld um ein Kleid gebeten. Passend zum Film in der Farbe Lila.
Und nun hat es mein Kleid in das Schweizer Pendant zur Bunten geschafft: in die Schweizer Illustrierte (obere Reihe, kleinere Bilder, Mitte).
(Bild anklicken zum Vergrößern.)


Also ich gebe es zu. “Ich” bin nicht in der Zeitschrift, aber die “Freundin”, die dort erwähnt wird - Hey! Das bin ich. Und das Kleid ist “Einzigartig”.
Wenn das kein Grund ist, ein wenig anzugeben und darüber zu berichten.
Im Vorfeld habe ich für meine “Kundin” mehrere Moods zusammengestellt, die auf verschiedenen Designs, Stoffen und Lila-Schattierungen basierten. Letzten Endes entschied sich Nadia für das nachfolgende Mood (siehe unten), was den Stoff und die Farbigkeit anging, allerdings wünschte sie sich einen simpleren, klassischeren Schnitt, so dass wir uns für ein bodenlanges, schulterfreies Etuikleid aus aufgerauhter (Crepe de Chine) Seide entschieden.
(Leider steht sie etwas ungünstig auf dem nebenstehenden Bild… sonst würde man den Schnitt besser erkennen.)
Ich musste mich immer wieder zusammenreissen, weil ich persönlich oft ins Verspielte abrutsche, aber Nadia nicht wirklich auf Rüschen, Fältchen und Chi-Chi abfährt. Aber der Kunde ist König und im Nachhinein bin ich froh, dass wir so schlicht geblieben sind.
Zwischendurch gab es eine Reihe Panikanrufe und Beinahe-Infarkte, weil ich der Meinung war, dass das Kleid ein Wäsche vertragen könnte. Die Seide war äusserst empfindlich und jedes Liegefältchen presste sich Material und jeder Hauch von Körperfett an den Händen hinterliess dunkle Flecken auf dem Kleid. Eine kurze Wäsche schien mir angebracht, resultierte jedoch in ein kleines Desaster: der Stoff wurde matt, steif, noch fleckiger und wurde von einer feinen Kalkschicht überzogen.
Eine Essig-Spülung konnte die Folgen jedoch fast gänzlich beseitigen.
(Bild anklicken zum Vergrößern.)

Auf der Homepage der Schweizer Illustrierten gibt es die anderen Kleider der Damen an diesem Abend zu bewundern und ein Interview mit Daniel Brühl.
Und für alle, die ihre Seide gerne waschen wollen, ohne sie zu versauen, gibt es hier sehr ausführlich und gut aufbereitete Informationen.
Und falls man seine Seide bereits ganz unbedarft in die Waschmaschine geworfen und versaut hat, kann man sich hier wenigstens im nachhinein schlau machen.
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