Bei dem ersten Film, den ich produzierte, handelte es sich um einen 10-minütigen Kurzfilm über das Leben einer Toilettenpapierrolle. Ich führte gleichzeitig Regie, hatte ein richtiges Drehbuch geschrieben (für das ich vorab sogar ein Wochenend-Seminar belegt hatte) und stand hinter der Kamera. Von der Filmerei hatte ich, mal abgesehen davon, dass ich Filme im Kino und im Fernsehen gesehen hatte und ein Regieseminar (immerhin bei Dani Levy) und ein Drehbuchseminar besucht hatte, keinerlei Ahnung. Meine Leistungen als Regisseur und Autor waren angesichts des Endergebnis eher mittelmässig, meine Performance als DOP liess stark zu wünschen übrig (da ich nicht wusste, was ein Weissabgleich ist, war die Hälfte des Filmmaterials sehr blau und die andere sehr gelb), aber als Produzent war ich vermutlich ein Naturtalent: der Film, inkl. 2er Drehtage, diverser Darsteller, Equipment (u.a. vier 500W Baumarktleuchten), mehrere Nächte Avid-Schnitt, einer Musikkomposition und der Vertonung bei Studio Funk, kostete mich 500 Mark. Die Hälfte davon bekam der Hausmeister der Universität, der uns ein ganzes Wochenende in den Toiletten drehen liess, die andere Hälfte ging für Getränke und Essen bei der Premierenparty drauf.
Das darauf folgende Jahrzehnt nutzte ich, um meine Fertigkeiten als Producer und Produktionsleiter zu verfeinern.
In den vergangenen Jahren hatte ich immer wieder das Glück, mehrfach in Folge für die selben Kunden zu arbeiten. Über drei Jahre lang produzierte ich alle Werbespots für AOL. Auch Wrigleys befand sich immer wieder unter meinen Kunden.
Mehrere Spots für BMW folgten.

Während mein erster BMW Film unter der Regie von Jürgen Bollmeyer nur an einem Drehort, nämlich in Sao Paulo gedreht wurde, führte mich der nächste unter der Regie von Alexander Paul in die USA, nach Barcelona, Valencia, an einen Staudamm an der Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz und zu guter Letzt für eine Szene nach London.


Über meine aktuellste BMW-Produktion unter der Regie von Joseph Kahn kann man hier mehr erfahren.

Unter weiteren meiner Stammkunden befinden sich Mepha, der größte Schweizer Produzent von generischen Pharmazeutika, für die wir unter anderen eine eingeschneite Seelandschaft bei Potsdam inszenierten und BP, für die ich im Laufe der Zeit 8 Spots produzierte.


Über die Jahre habe ich auch mit einigen Regisseuren immer wieder zusammen gearbeitet. Für Florian Seidel produziere ich bereits seit fast 10 Jahren Werbespots. Über unsere zwei jüngsten Projekte, Bell und Raiffeisen, gibt es hier und hier ausführliche Berichte und Making Ofs.

Auf Grund meiner AOL Drehs hatte ich Boris Becker häufiger vor der Kamera. Doch auch mit einigen anderen deutschen Prominenten hatte ich das Vergnügen, Werbespots zu produzieren.


Mehr über die Regisseure, mit denen ich gearbeitet habe, erfährt man hier und einen Überblick über meine Kunden und die Agenturen, für die ich Werbefilme produziert habe, findet man dort.
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